Ba-Ka


von Soror Lamia 7

Streitgespräch einer lebensmüden Seele mit dem Magier-Ich

Ägyptischen Papyrus von ca. 2000 Jahren v.u.Z.: ‚Es begab sich aber, als Ägyptens Alte Reich zerfallen war, dass ein Weiser zu sterben beschloss. Er fand sich in den Zeitläufen nicht mehr zurecht, nachdem er erleben musste, dass man ihn öffentlich verspottet hatte. Er spielt mit dem Gedanken, sich das Leben zu nehmen. Dabei widersprach ihm seine Seele. Diese wollte sich nicht mit ihm verbrennen lassen, und sagte, dass sie ihn verlassen würde, weil sie befürchtete, fortan nur Mangel erleiden zu müssen. Es war nämlich nieman da, der einen Menschen, der sich verbrennt, ein Grab bauen und dann auch noch für die Opfer sorgen würde. Da gedachte der Mann, zu den Richtern zu gehen, um seine Seele zu verklagen, dass sie ihn verlassen wolltel. Denn nach seinem Wissen war es ein Unrecht, dass die Seele einen Menschen im Tod verlässt. Und er beschwor seine Seele mit eindringlichen Worten, im (Toten)Gericht und im Westland bei ihm zu bleiben, weil er sich sicher glaubte, dass die gütigen Götter ihm helfen würden. Seine Seele aber lehnte diesen Vorschlag ab, denn der Mann, der seines Lebens nicht mehr froh zu werden glaubte, war kein wohlhabender Mann mehr, und sie traute dem Versprechen des Mannes nicht, sie unbeschädigt und wohlbehalten in das Westland zu bringen. Und nicht nur ihr Misstrauen trug sie ihm vor, sondern sie wies ihn auch darauf hin, dass Sterben und Begrabenwerden auch Grund genug zu Klagen, Jammern und Weinen geben würde, weil es von dort, der guten und reinen Städte, keine Rückkehr mehr gäbe. Der Mann aber war klüger als seine Seele. Er stimmte Lieder an, und belehrte mit ihnen seine Seele; sein Namen sei schon verflucht und vergessen, und in solchen Zeiten, wo schon Freunde und Brüder sich nicht mehr liebten und die Treue hielten, wo jeder jeden zu bestehlen suchte, wo es keine Güte, sondern nur noch Frechheit gab, lohnte es sich nicht mehr zu leben. Weil aber auch niemand mehr Milde und Gerechtigkeit übte, und nicht abzusehen war, wann die Sünde aufhörte, und weil niemand mehr nach der Wahrheit strebte und Frevel erlaubt schien, erschien ihm der Tod wie ein Freund, wie die Genesung nach schwerer Krankheit, wie ein Wohlgeruch von Lotosblüten und Myrrhen, ja wie ein Siegeszug nach einem glücklich beendeten Kampf, wie die Freiheit dem, der aus dem Kerker entlassen wird. Deshalb beschwor der Lebensmüde seine Seele, bei ihm zu bleibenl… Aber seine Seele wollte nicht auf ihn hören und beschwor ihn, das Klagen und Jammern zu lassen und einen neuen ORT zu suchen, wo es möglich sei, mit ihm zu leben. Wenn der Lebensmüde sich aber nicht fügte, würde sie ihn verlassen.‘ (Berliner Papyrus P. 3024)

R I T U A L

  • Bannen – IAO
  • Rezitieren obigen Textes
  • Während des meditativen Gesprächs: Ägyptische Transformationsmusik im Hintergrund, z.B. von Tom Kenyon
  • Meditatives Gespräch: Seele will nicht mehr existieren und mein MagierIch versucht sie vom Gegenteil zu überzeugen:
  1. Phase – Vergangenheit …was alles sinnvoll war
  2. Phase – Gegenwart…. was jetzt lohnenswert ist
  3. Phase – Zukunft… warum weiterzuleben ist…
  • Sigillen fertigen
  • Bannen: Lachen , Arme hoch und ACH rufen

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