Das Handbuch der Selbste


von Klabautermann

Im Handbuch der Selbste geht es um 8 zu definierende, natürliche und 8 zu definierende, künstliche Selbste. Diese werden mit Namen, Charaktereigenschaften und Stimmungen versehen, sowie den 7 klassischen Planeten + der Erde zugeordnet und in Kreisen skizziert als zwei große Kreise auf zwei Papiere aufgezeichnet. Die Planetenzuordnungen müssen keiner bestimmten Reihenfolge entsprechen, jedoch die Persönlichkeiten auf der Höhe und Tiefe sowie des Niedergangs und des Aufstiegs des Kreises je nach Charakter aufbauen. Die 8 natürlichen Selbste dienen zur Forschung an Selbsterkenntnis sowie Kenntnis der eigenen, verschiedenen Persönlichkeiten, die je nach Stimmung variieren, ihre Muster tragen, auf einander aufbauen, sich gegenseitig fördern und schaden und nur als Gesamtheit die ganze eigene Person ausmachen.

Die 8 künstlichen Selbste (der eigenen, natürlichen Persönlichkeit widersprechend) hingegen werden als „Maskentanz“ direkt invoziert, um sie einzustudieren als auch überhaupt die Energie solcher Charaktere im eigenen Gefühlsleben zu erfahren. Reift diese Praxis und entwickelt sich ein vertrauter Zugang zu diesen 8 künstlichen Selbsten, sollen sie auch gezielt im Alltag invoziert und als pan-dionysische Maske in der Öffentlichkeit angewand werden. Dies nennen wir die „TaoMaskenTüren“ – unter einer Maske, gezielt, innerhalb der öffentlichen Matrix zu operieren. Und durch die Entkopplung des natürlichen Charakters und dessen Gefühlen die Situation magisch zu steuern, zu erleben und beeinflussen. Der „Maskentanz“ ist ritueller Natur und in IAO-OAI-Bannungsrahmen gebettert; sowie dem Willenssatz: Es ist mein Wille mit einer meiner Masken zu tanzen!“ Danach nenne man erst alle 8 natürlichen Selbste beim Namen und visualisiere sie dabei vor sich in der Anordnung ihres Kreises, lege danach diesen Kreis imaginär auf den Boden. Nun nenne und visualisiere man die 8 künstlichen Selbste, wähle eins zur Invocation aus, zeige mit einem Finger auf dieses und spreche den Zauberspruch „Invocatra“, trete nach vorne und stülpe dabei den Kreis über sich und ziehe ihn auf den Boden, so dass er linksherum auf dem rechtsherum drehenden Kreis der darunter liegenden 8 natürlichen Selbste kreise; und spiele nun eine imaginäre Situation durch, in welcher man das invozierte, künstliche Selbst spielt. Hierauf ziehe man den Kreis der künstlichen Selbste wieder nach oben von sich ab, während man den Zauberspruch Zerokohdo“ spreche; und trete einen Schritt zurück. Nun nehme man beide Kreise in linke und rechte Hand, kreuze sie vor sich zu 2 sich überschneidenden Ringen und spreche: Ich bin, was ich bin und was ich nicht bin. Ich bin all meine Selbste wie auch die Selbste, die ich nicht bin. Ich reise über meine Emotionen und doch ebenso jenseits von ihnen. Möge mein illusionäres Ego meinem Wahren Willen dienen – sowie meine Masken meinen höheren Zielen.“ Dann folgt noch die abschließende OAI-Bannung.

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Beim Invozieren in der Öffentlichkeit dann, den TaoMaskenTüren, reicht das Aussprechen von Invocatra + Name des künstlichen zu invozierenden Selbstes; sowie das astrale Anzapfen dessen Position in dessen Kreis und darauf dann das Umstellen der Sprache, Gestik, Wortwahl, etc. Durch diese 3 Praktiken: 1) Die Forschung an und mit den 8 natürlichen Selbsten 2) Das Maskentanzen (und die) 3) TaoMaskenTüren diene das „Handbuch der Selbste“ der Egotranszendenz, der Beherrschung der Emotionen, der Vereinigung mit dem All-Selbst sowie Angriff und Verteidigung bei heiklen Situationen im öffentlichen Raum.

Hier noch eine wichtige Information zu den Tao-Masken-Türen: Die Tao-Masken-Türen sind ein starkes, magisches Werkzeug und können jederzeit auch spontan angewendet werden. Es reicht völlig aus in einer Kommunikation bewusst Tonlage, Meinung und Gestik zu variieren. Egal, ob unter Freunden oder Fremden. Damit entfremden wir uns automatisch auch uns selbst gegenüber, hebeln das Ego aus und werden Kanal von Genien, Göttern als auch unserem Höheren Selbst. In anderen Fällen kann auch Kleidung und Frisur bewusst verändert werden, um in der Öffentlichkeit gezielt entfremdet in Erscheinung zu treten. Die Entfremdung generell ist ein starkes Werkzeug uns vom Ego zu entkoppeln und somit auch mehr Herr über seine Illusionen zu werden. Unabhängig von einem direkt moralischen Dogma, da wir alle Facetten des Menschsein in unser Sosein integrieren. Alle Gegensatzpaare menschlicher Eigenschaften gehören in den Fluss des Taos involviert, um uns unserem kollektiven Wesen bewusst zu werden; und dass alles Licht sowie alle Schatten zu uns gehören. Ein Ego-Non-Ego- ismus kosmischer Ebene. Durch solch gezielte Schauspielerei im Alltag lernen wir von der Anhaftung der Identifikation loszulassen sowie es auch das Loslassen von Reflektion und Projektion begünstigt über die Illusion des be- und verurteilenden Verstand hinauszuwachsen. Das Üben entfremdeter Gestiken und Tonlagen sowie Meinungen kann darüber hinaus im Masken-Tanz trainiert werden, während das Arbeiten an und mit den 8 natürlichen Selbsten (die genau wie die künstlichen jederzeit ersetzt und verändert werden können) über einen gesonderten Fokus abläuft. Denn unsere 8 natürlichen Selbste bilden das Sklette und die Basis unseres Soseins, mit welchem wir unseren Körper mit unserem Wesen bekleiden. Aber sie enthalten ebenso die Identifikation und somit die Gefahr der Gewohnheit. Invokationen zur Annahme künstlicher Persönlichkeiten bis hin zu sogar Anwendung dieser in der Öffentlichkeit transzendieren sowohl Realität als auch Wahrnehmung und helfen uns über die Ketten unserer Selbstidentifikation und Ängste hinauszuwachsen, uns unserer eigenen Illusion bewusst zu werden und sie mehr zu steuern und inszenieren.

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